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Dentalstrahlenschutz in der Schweiz
Zahnarztpraxen gehören zu den medizinischen Umgebungen mit dem höchsten Volumen an ionisierender Strahlenexposition — mehrere Dutzend intraorale, Panorama- oder Cone-Beam-Aufnahmen (CBCT) können pro Woche und Zahnarzt durchgeführt werden. Auch wenn die Einzeldosen gering sind, summieren sie sich über die Berufsjahre auf und erfordern daher einen konsequenten Dentalstrahlenschutz, der in der Schweiz durch die StSV und BAG-Richtlinien geregelt ist.
Unsere Dentalstrahlenschutzausrüstungen decken alle Bereiche der Strahlenexposition ab: Bleischürzen und Schilddrüsenschutz für Patienten — insbesondere Kinder und Schwangere — Schutzwände und Schutzschirme für Personal am Kontrollpunkt sowie strukturelle Lösungen für die Konformität von Räumen für intraorales, Panorama- und CBCT-Röntgen.
Cone-Beam-Geräte erzeugen deutlich mehr Streustrahlung als intraorale Detektoren. In diesem Kontext müssen die Positionierung des Personals, der Abstand zum Strahler und die verfügbaren Schutzvorrichtungen gezielt analysiert werden.
Dentalstrahlenschutz beruht auch auf der Optimierung der Praktiken: korrekte Einstellung der Belichtungsparameter, präzise Kollimation des Strahls, Verwendung digitaler Detektoren statt Silberfilmen. In Kombination mit geeigneten Schutzausrüstungen ermöglichen diese Massnahmen eine deutliche Reduzierung der von Behandlern und Patienten empfangenen Dosis.
FAQ – Alles über Dentalstrahlenschutz
Welche gesetzlichen Pflichten gelten für den Strahlenschutz in einer Schweizer Zahnarztpraxis?
Die Praxis muss über StSV-konforme Ausrüstungen verfügen, die Schulung ihres Personals sicherstellen, ein Dosisregister führen und ihre Anlagen regelmässig von einem Strahlenschutzbeauftragten (SSB) kontrollieren lassen.
Ist die Bleischürze für Patienten immer obligatorisch?
Die aktuellen Empfehlungen haben sich geändert: Bei Erwachsenen und präzise kollimierten intraoralen Aufnahmen ist eine Bleischürze laut neuesten ICRP-Richtlinien nicht mehr grundsätzlich nötig. Empfohlen bleibt sie weiterhin für Kinder, Schwangere und besonders strahlensensible Patienten sowie bei allen Panorama- oder CBCT-Untersuchungen mit grösseren Aufnahmebereichen.
Muss man die Schutzausrüstung je nach verwendetem Gerät anpassen?
Ja. Das intraorale Röntgen erzeugt einen stark kollimierten Strahl mit geringer Streuung ausserhalb des Feldes. Das Panoramaröntgen erzeugt mehr Streustrahlung. CBCT kann je nach untersuchtem Volumen und verwendeten Parametern eine deutlich höhere Dosisleistung erzeugen — was eine spezifische Bewertung des Personalschutzes rechtfertigt.
Kann man den Strahlenschutz einer bestehenden Praxis ohne umfangreiche Umbauarbeiten verbessern?
Ja — das Hinzufügen mobiler Schutzwände, die Optimierung der Zahnarzt-Positionierung und die Anpassung der Belichtungsparameter ermöglichen es oft, die Situation ohne strukturellen Eingriff deutlich zu verbessern. XProtec Swiss bietet auf Anfrage Praxisaudits an.
Sind Ihre Ausrüstungen den Schweizer Normen konform?
Ja — alle persönlichen Schutzausrüstungen sind CE-zertifiziert gemäss der PSA-Richtlinie 89/686/EWG, und die Bleimaterialien entsprechen den IEC 61331-Normen. Unsere strukturellen Lösungen entsprechen den Anforderungen der StSV und den geltenden BAG-Richtlinien für medizinische Einrichtungen.









