Mobile Bleiaufhängungen

Bei interventionellen radiologischen und kardiologischen Eingriffen arbeiten die Ärzte stundenlang in unmittelbarer Nähe zum Patienten. Die Bleischürze schützt den Rumpf, aber Kopf, Hals und Arme bleiben der Streustrahlung vom Patienten ausgesetzt. Schienen- oder deckenmontierte Bleiaufhängungen schliessen diese Schutzlücke, indem sie verstellbaren Schutz direkt über dem Interventionsfeld bieten.

Unsere Bleiaufhängesysteme sind für die Integration in Katheterlabors, Angiographie-Räume und Hybrid-OPs konzipiert. Die Bleiverglasung — in der Regel 0,5 mmPb äquivalent — bietet effektiven Schutz gegen Streustrahlung, während vollständige Sicht auf den Patienten und die Monitorbildschirme erhalten bleibt. Gelenkarme ermöglichen präzise Anpassung in Höhe, Ausrichtung und Abstand, ohne Kraftaufwand für den Operateur.

Schienenmodelle bieten Längsmobilität im Raum und ermöglichen es, der Bewegung des C-Bogens während des Eingriffs zu folgen. Deckenmontierte Lösungen eignen sich für stabilere Raumkonfigurationen. Zusätzliche Optionen sind erhältlich: flexible Bleigardinen zur Verstärkung des seitlichen Schutzes gegen Sekundärstrahlung, anatomische Ausschnitte für präzise Positionierung und integrierte Beleuchtung für längere Eingriffe.

Die Bleiaufhängung ersetzt keine persönliche Schutzausrüstung — sie ergänzt sie. Indem sie die an Kopf und Augen empfangene Strahlendosis reduziert, trägt sie dazu bei, die jährliche Exposition unterhalb der von der ICRP empfohlenen Grenzwerte (20 mSv für die Augenlinse) zu halten, auch für das am stärksten exponierte interventionelle Personal.

FAQ – Alles über mobile Bleiaufhängungen

Was ist der Unterschied zwischen einer Bleiaufhängung und einer mobilen Schutzwand?

Die Aufhängung ist an der Decke oder Schiene befestigt und positioniert sich direkt über oder in Kontakt mit dem Interventionsbereich — sie folgt der Bewegung des Operateurs. Die mobile Schutzwand steht auf dem Boden und bietet Schutz aus der Distanz. Beide Systeme ergänzen sich in einem gut ausgestatteten Interventionssaal.

In welchen Umgebungen ist dieser Gerätetyp am nützlichsten?

In der interventionellen Radiologie, Kardiologie, Neuroradiologie und interventionellen Urologie — überall dort, wo der Operateur während langer Eingriffe in unmittelbarer Nähe der Streustrahlenquelle arbeitet. Sie werden besonders für Ärzte empfohlen, deren wöchentliche fluoroskopische Arbeitslast hoch ist.

Erfordert die Installation strukturelle Änderungen am Raum?

Für Schienensysteme ist eine Deckenbefestigung erforderlich — in der Entwurfsphase des Raums oder bei einer Renovierung zu planen. Systeme auf mobiler Stütze erfordern keine Umbauarbeiten. XProtec Swiss kann Sie bei der Bewertung der architektonischen Einschränkungen Ihres Raums unterstützen.

Sind die Aufhängungen für verschiedene Operateure verstellbar?

Ja — Gelenkarme ermöglichen schnelle Höhen- und Ausrichtungsanpassung. Die meisten Modelle sind mit einem Arretiersystem ausgestattet, um die Schutzscheibe während des Eingriffs stabil zu halten.

Kann man die Abmessungen der Bleiverglasung anpassen?

Ja — Höhe, Breite und Bleiäquivalent der Verglasung sind je nach Bedarf konfigurierbar. Kontaktieren Sie unser Team mit dem betroffenen Eingriffstyp und der Konfiguration Ihres Raums für eine passende Empfehlung.