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Bleitür
Der Zugang zu einem Raum, in dem Röntgenstrahlen verwendet werden, muss ebenso geschützt sein wie seine Wände und Verglasungen. Ein verbleiter Türblock integriert einen Bleigleichwert in Türblatt und Zarge, wodurch er die Streustrahlung ebenso abschirmt wie die übrigen baulichen Strahlenschutzelemente des Raums – ohne diesen Schutz würde die Tür zur Hauptschwachstelle für Strahlung in angrenzende Bereiche werden.
Wir bieten verbleite Türblöcke in drei Ausführungen an — jeweils als komplettes System inklusive verbleiter Zarge und Beschlägen. Der Türblock aus Sperrholz eignet sich für Standard-Röntgenräume ohne besondere Brandschutzanforderungen, vorbereitet für den Anstrich, mit Holzzarge. Der Brandschutz-Türblock EI 30 verbindet Röntgendichtheit mit einer Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten, mit einer Brandschutzzarge aus exotischem Holz oder Metall je nach baulichen Vorgaben. Der Schiebetürblock bietet dieselbe Röntgendichtheit in einer platzsparenden Schiebeausführung, inklusive Laufschienensystem und verbleiter Abdeckleisten.
Alle Modelle sind entsprechend ihrer Ausführung mit unterschiedlichen Bleigleichwerten erhältlich. Je nach Modell stehen 1 mm, 1,5 mm, 2 mm oder 3 mm zur Verfügung; einzelne Modelle sind ausschließlich in 2 mm erhältlich.
Ein bleihaltiges Sichtfenster (Okulus) kann auf Anfrage integriert werden, um eine Sichtkontrolle ohne Öffnen der Tür zu ermöglichen. Je nach Ausführung stehen verschiedene Oberflächen zur Wahl (Laminat, HPL-Schichtstoff, Edelfurnier).
FAQ – Alles über die Bleitür
Wie wählt man den passenden Bleigleichwert für den Türblock?
Der erforderliche Bleigleichwert hängt von der baulichen Strahlenschutzstudie Ihres Raums ab, die von einem Strahlenschutzbeauftragten oder Medizinphysiker anhand der Geräteleistung und der Nutzung des angrenzenden Raums erstellt wird. Für manche Konfigurationen genügt ein Türblock mit 1 mm Bleiäquivalenz, während ein Angiographieraum bis zu 3 mm erfordern kann.
Wird für einen Röntgenraum eine Brandschutztür benötigt?
Im Gegensatz zu Labortüren unterliegen Röntgenräume in der Regel keinen besonderen Brandschutzanforderungen. Die Wahl des Brandschutz-Türblocks EI 30 hängt daher von den allgemeinen Brandschutzvorschriften des Gebäudes ab, nicht vom Strahlenschutz selbst.
Kann der Türblock in eine bestehende Zarge eingebaut werden?
Unsere Türblöcke werden als komplettes System mit verbleiter Zarge geliefert, um eine lückenlose Bleischirmung zwischen Türblatt und Rahmen zu gewährleisten. Ein Ausbau der bestehenden Zarge ist daher in der Regel erforderlich.
Kann ein Sichtfenster nachträglich eingebaut werden?
Ja – ein bleihaltiges Sichtfenster (Okulus) kann integriert werden, um eine Sichtkontrolle des Raums zu ermöglichen, ohne die Röntgendichtheit zu beeinträchtigen. Geben Sie Ihre gewünschten Abmessungen bei der Angebotsanfrage an.






